EZB auf 0 % / Forward-Liste

Kürzlich hat die EZB ( Europäische Zentralbank ) den Leitzins auf nie da gewesene 0 % abgesenkt, um die Bankinstitute anzuregen, die Wirtschaft durch günstigste Investitions-Kredite anzukurbeln. Da nämlich die Inflationsrate mittlerweile bei nahezu NULL Prozent angelangt ist, bestünde ggf. die Gefahr der Deflation, so dass die Verbraucher ihre Investitionen weiter zurück halten würden. Nun müssen wir dabei allerdings realisieren, dass ein bedeutender Anteil im allgemeinen Haushalts-Warenkorb die wesentlich gesunkenen Benzinpreise so wie niedrige Computer-Kosten betrifft, so dass derzeit keine Gefahr einer Inflationsblase besteht. Allerdings sind durch die mittlerweile im Minimum-Bereich angelangten Immobilien- und Baufinanzierungs-Zinsen die allgemeinen Immobilienpreise – zumindest in guten Wohnlagen – erheblich angestiegen.

Nun erreichen uns in Anbetracht der Null-Prozent-Leitzins-Situation immer wieder Anrufe und Fragen, ob mit weiter sinkenden Zinsen zu rechnen sei? Hier kann nur die Empfehlung ausgesprochen werden, wenn möglich JETZT abzuschließen; sei es Neukauf- oder Anschluss- Baufinanzierung! Die Banken liegen bei ca. EIN Prozent Zinsen bereits an ihrer Kalkulationsgrenze, da sie damit die Verwaltungskosten, das Risiko und ihre Margen decken müssen! Selbst wenn Herr Draghi als Chef der Europäischen Zentralbank den Instituten 0 Prozent ausleiht, dann dennoch nicht für Zinsfestschreibungs-Zeiträume von 10,15 und mehr Jahren! Vielmehr refinanzieren sich Banken vorwiegend durch Hypotheken-Pfandbrief-Verkäufe, Sparkassen über Spareinlagen ihrer Kunden und Versicherungen durch hinterliegende langfristige Lebensversicherungs- und Renten-Papiere! Tatsächlich haben nicht nur die ING-DiBa, Deutsche Bank, Commerzbank, Sparkassen allgemein, so wie weitere Direktbanken ihre Zinsen letzte Woche sogar etwas angehoben! Schließlich berechnet die EZB für größere bei ihr hinterlegte Geldmengen mittlerweile 0,4% den Instituten. Dies soll die Banken daran hindern, Geld bei der Zentralbank zu bunkern. Vielmehr sollen sie es an Unternehmen verleihen, damit dadurch die Konjunktur angeregt wird. Der Privatkunde ist hierdurch nur indirekt betroffen und braucht nicht zu befürchten, dass auch sein Sparvolumen mit Negativ-Zinsen belegt wird. Dennoch wollen die Banken solche Strafzinsen natürlich los werden; also werden sie sie vermutlich irgendwie auf die Verbraucher aufteilen.

Hier nun unser Tipp für Kunden, deren festgeschriebene Bankzinsen ihrer bestehenden Immobilien-Darlehen noch auf 3 und mehr Prozent Zinsen laufen : Für Vertrags-Zeiträume, die über 18 restliche Monate hinaus bestehen, können wir Sie in unsere Info-Liste aufnehmen. Wir überwachen die künftige allgemeine Zinsentwicklung und informieren Sie unverzüglich, falls Handlungsbedarf für Zinsreservierungen (sogenannte Forward-Darlehen) besteht. Darüber hinaus halten wir Sie mit unseren NewsLettern auf dem Laufenden. Die Banken berechnen Ihnen nämlich für jeden Monat der vertraglich fest geschriebenen Reservierungs- (Forward-) –Zeit einen Zinsaufschlag. Allerdings gibt es Institute, die bis zu 18 Monate Forward-Zeit hinaus keine Aufschläge nehmen, so dass wir Sie auch hierzu kompetent und seriös beraten werden.

Ihr

Artur Menzler

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