Christine Lagarde folgt Mario Draghi

Die Würfel sind gefallen: Christine Lagarde, bislang IWF-Direktorin, wird ab Oktober 2019 Mario Draghi als erste europäische Zentralbank-Präsidentin folgen.

Wir erwarten, dass sie die Finanzprobleme in der Euro-Zone zeitnah nicht lösen kann, da in der EU eine einheitliche Finanzpolitik leider auch nicht existiert.

Prompt sind auch die hiesigen Bankzinsen – und damit auch Baufinanzierungszinsen – völlig unerwartet weiter gesunken, so dass MENZLER-BAUFINANZ ab 100.000,00 € Darlehen aktuell anbieten kann:

• 10 Jahre Festschreibung ab 0,50% Zins bei 100% Auszahlung
• 15 Jahre Festschreibung ab 0,75% Zins bei 100% Auszahlung
• 20 Jahre Festschreibung ab 1,08% Zins bei 100% Auszahlung

Bitte berücksichtigen Sie nur, dass es bei annuitätischer Tilgung (Tilgung zuzüglich ersparter Zinsen) mindestens 2% anfänglicher Tilgung bedarf, um bei diesen Minimumzinsen den Ursprungsdarlehensbetrag in absehbarer
Zeit angemessen zu vermindern. Bei mindestens 3% Tilgung lassen sich deshalb die o.a. Zinssätze auch eher erreichen, da das Bankenrisiko durch schnellere Darlehensrückzahlung auch rascher sinkt.

Beispiel : mit 0,50% Basiszins sind bei 2% Tilgungssatz von 100.000,00 € Nominaldarlehen nach 10 Jahren erst ca. 20 % getilgt (Restschuld demnach ca. 80.000,00 €)
mit 0,75% Basiszins sind bei 2% Tilgungssatz von 100.000,00 € Nominaldarlehen nach 15 Jahren erst ca. 32 % getilgt (Restschuld demnach ca. 68.000,00 €)

Bei geringem Zinssatz sollte also ein höherer Tilgungssatz gewählt werden. Für nähere Erläuterungen stehen wir Ihnen gern zur Seite.

Wenn sich nun auch auf absehbare Zeit an der 0,00% Zinspolitik in der EU nichts ändert, wird es in bevorzugten Wohnlagen vermutlich weiterhin zu Preissteigerungen für Immobilien kommen.

Sollten Sie sich demnach mit Kaufabsichten einer Immobilie tragen, dann sparen Sie der Immobilienpreisentwicklung nicht hinterher: Fragen Sie uns – egal ob für Wohneigentum oder Kapitalanlage -, ob sich auch eine baldige Baufinanzierung des gesamten Kaufpreises lohnt. Schließlich haben Sie bei heutigem Finanzierungsabschluss nach z.B. 10 Jahren ein geringeres Restdarlehen, als wenn Sie z.B. zwei Jahre der Preisentwicklung hinterher sparen. Bedenken Sie, dass bei höheren Immobilienwerten auch die Mieten eher steigen werden.

Für die umfangreichen Bankinstitute in Deutschland stellt sich allerdings immer mehr die Überlebensfrage. Wir hatten bereits in unserem Newsletter am 25.08.2016 darauf verwiesen, dass sich die Bankenwelt von nicht mehr tragfähigen Filialen trennen oder fusionieren sollte.

Die verlustreiche Deutsche Bank und die Commerzbank haben es jedoch bisher nicht geschafft entsprechende neue Konzepte zu entwickeln.

Weil die Zinsen auf das aktuelle Niedrigniveau gesunken sind, vermindern sich die Margen bei den Instituten ebenfalls, so dass über neue Gebühren oder Kosteneinsparungen weiter nachgedacht werden muss.
Dabei ist es unverhältnismäßig, wenn Banken und Sparkassen größtenteils heute noch 3% Bereitstellungszinsen p.a. für noch nicht ausbezahlte, aber bereits abgeschlossene Baufinanzierungen berechnen und ein für 10 Jahre festgeschriebenes Darlehen ggf. nur 0,50% Zins kostet. Manche Institute – auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau = KfW – haben zwar diese BZ-Zinsen auf 1,80% gesenkt; selbst das ist jedoch noch zu teuer !
Schließlich müssen Banken für bei der EZB hinterlegtes Geld sogar Strafzinsen von aktuell 0,40% bezahlen und wir vermuten, dass bei der heutigen EZB-Sitzung dieser Minuszins auf 0,60% erhöht wird.

Auch Sparer machen sich bereits Sorgen: Die Sparkassen in Baden-Württemberg schließen Strafzinsen für Sparer mittlerweile nicht mehr aus !

Umso mehr stellt sich die Frage, ob es Sinn für den Verbraucher macht, Kapital durch Immobilieninvestition zu sichern oder sogar zu vermehren. Auf dem Sparkonto bringt es jedenfalls kaum etwas oder nichts ! 

Ihr

Artur Menzler

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