Konjunktur- und Zinsentwicklung

Seit geraumer Zeit liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank für das gesamte Euroland bei 0,00%. Kreditinstitute können sich also bis auf weiteres bei der EZB in Frankfurt zum aktuellen Wert „Null“ Geld ausleihen. Sinn und Zweck dieser Zinsvorgabe ist, dass das Wachstum der europäischen Wirtschaft durch verstärkte Kreditvergaben angekurbelt wird. Das Ergebnis lässt aber nach wie vor auf sich warten, da der Großteil der mittlerweile nur noch 26 europäischen Länder (nach Brexit Großbritannien) mehr oder weniger Wachstumsprobleme hat. Eine rühmliche Ausnahme stellt die BRD als 27. EU-Land dar, in der die Konjunktur und damit die Steuereinnahmen sprudeln. Die Prognosen für die Wirtschaftsleistung Deutschlands sind auch weiterhin positiv. Allerdings liegt die aktuelle Inflationsrate bei nur 0,30% und wir gehen für 2016 von einer nicht wesentlich ansteigenden Inflationsrate ca. 0,40% aus. Der Europäische Leitzins von 0,00% hat demnach bislang seine Wirkung verfehlt und die EZB in Frankfurt kündigt nun an, Anleihen von Großunternehmen anzukaufen, damit weitere Investitionen in Wirtschaftsleistungen erfolgen. Das wiederum wäre wünschenswert, um die Konjunktur durch angemessene Inflation zu beflügeln.

Die Wachstumserwartungen insbesondere der europäischen Südländer sind jedoch weiterhin wenig aussichtsreich. Einige der wichtigsten Länder Zentral-Europas – wie z.B. Italien – lassen für dieses Jahr Staatsverschuldungen bis 140% vom Bruttoinlandsprodukt erwarten.

Auch der Aktienmarkt wird derzeit weder durch die krisengeschüttelte Autoindustrie noch durch den Brexit Großbritanniens begünstigt.

Wenn somit zumindest mittelfristig die Zinsen – und damit natürlich auch die Baufinanzierungszinsen – im Keller bleiben, dürfte die Investition in Haus- und Grundbesitz langfristig die sicherste bleiben. Begünstigt werden somit Immobilien-Kapitalanleger durch die weiterhin zu erwartenden Wertsteigerungen in guten Wohnlagen. Wenn man dabei berücksichtigt, dass die Wohneigentumsquote Deutschlands im Vergleich zu allen anderen europäischen Ländern noch auf den hintersten Plätzen rangiert, ist auch eine sogenannte Immobilienblase kaum zu befürchten.

Ihr

Artur Menzler

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