Hiobsbotschaft EU / Outsourcing / Finanzdienstleister

National, europaweit und international halten aktuell die Hiobsbotschaften an: Krisen in Ukraine und Syrien mit I.S. und entsprechendern Flüchtlingsstrom, Griechenland, China sowie die jüngste VWDiesel-Affäre ziehen ihre Kreise über Deutschland, Europa, USA und mittlerweile weltweit. Der deutsche Aktienindex (DAX) verzeichnet Minus-Tendenzen, so dass der deutsche Kapitalanleger seine Flucht in Immobilien sucht. Dieser Markt brummt und führt – insbesondere in guten Wohnlagen – zu teils explosiven Preisentwicklungen.

Nicht nur die amerikanische FED-Chefin Janet Yellen scheut vor der Anhebung der amerikanischen Leitzinsen – zur Zeit 0,00% bis 0,25% – zurück, da sie offenbar der positiven Arbeitsmarkt- und gesamten Konjunktur-Entwicklung noch nicht traut. Auch Mario Draghi belässt – in Anbetracht anhaltender diverser Unwägbarkeiten in Euro-Land – den Europäische Zentralbank-Leitzins bei 0,05%. Dies verschafft dem deutschen Immobilien-Kapitalanleger und Wohneigentümer nie dagewesene Finanzierungsmöglichkeiten. Beispielhaft hat Menzler-Baufinanz in den letzten 14 Tagen folgende Finanzierungszinsen für einige unserer Kunden erzielen können:

  • 200.000,-€ 10 J. Zins fest 100% Auszahlung o. Nebenkosten 1,16% Soll/1,17% Eff.-Zins
  • 220.000,-€ 15 J. Zins fest 100% Auszahlung o. Nebenkosten 1,61% Soll/1,63% Eff.-Zins
  • 250.000,-€ 20 J. Zins fest 100% Auszahlung o. Nebenkosten 2,04% Soll/2,06% Eff.-Zins

Es drängt sich die Frage auf, wie die Banken und Sparkassen in dieser fast 0%-Zinswelt nachhaltig Gewinne rekrutieren können? Früher hatte jeder Banker bei der Kreditvergabe die Order, mindestens 1% Zins als Gewinn/Jahr für das Institut zu erzielen. Man könnte zwar meinen, dass sich die Banken mit 0,05% EZB-Zins refinanzieren können. Dies ist jedoch ein Trugschluss, da selbst Herr Draghi seine 0,05% Zins den Instituten nicht über 10, 15 oder mehr Jahre festgeschrieben und garantiert zur Verfügung stellt. Tatsächlich leidet die gesamte Bankenwelt angesichts der Dauer-Niedrigzinsen unter schwindenden Erträgen. Auf der Suche nach Sparpotenzialen ist demnach nicht nur der Arbeitnehmer-Stellenabbau bei den Geld-Instituten betroffen. Vielmehr wird das Niederlassungsnetz bei Banken und Sparkassen allgemein erheblich ausgedünnt. Es wird mehr und mehr personalpolitisch outgesourct.

Umso mehr wird künftig der nur im Erfolgsfall zu honorierende externe Finanzdienstleister den typisch angestellten Banker/in ersetzen können. Hier ist nicht nur der Finanzierungsvermittler – breitgefächert und kompetent ausgerichtet – der Bank-Spezialist, der unter den Hunderten von Instituten das individuell beste für seinen Kunden findet. Vielmehr steht er bei Bedarf seinen Kunden auch noch nach 17 Uhr und ggf. sogar mit Hausbesuch ohne Mehrkosten zur Verfügung. Nur im Erfolgsfall verdient er sein Honorar, welches die Institute durch Personalkostenersparnis mehr als wieder wettmachen.

Ihr

Artur Menzler

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